Musik aus der Bretagne: 5 bretonische Lieder

Bretagne Musik

Musik aus der Bretagne wurzelt im Erbe der keltischen Kultur. Hier spielen die Musiker den bretonischen Dudelsack „Binioù“.

Eine althergebrachte Sprache, besondere Symbole, eigene Feste: Die Bretonen blicken stolz auf kulturelle Traditionen, die sie vom übrigen Frankreich abheben. Wichtiger und populärer Ausdruck der bretonischen Kultur ist die Musik. Auf den Fest-noz der Region gespielt, am Rande von Märkten und in den regionalen Radiostationen erklingen ganz eigene bretonische Lieder. Was bretonische Musik von französischen Chansons unterscheidet, wird schon nach den ersten Takten klar.

Die keltischen Wurzeln sind nicht zu überhören. In vielen Arrangements typischer traditioneller Weisen werden Instrumente verwendet, die wirklich einzigartig sind: die bretonische Bombarde, die traditionelle „Binioù“ (eine Art Dudelsack), Harfen, Schalmeien und Violinen. Meist intonieren die Interpreten alte Volkslieder, viele bedienen sich dabei der bretonischen Sprache.

La Bretonelle hat eine Auswahl zusammengestellt, die das energiegeladene der Musik aus der Bretagne bestens widerspiegelt. Der Soundtrack für den Urlaub in der Bretagne?

Nolwenn Leroy: La jument de Michao

An Nolwen Leroy kommt man nicht vorbei, wenn es um Musik aus der Bretagne geht. Der Chanson „La jument de Michao“ stammt von ihrem Hit-Album „Bretonne“. Darauf zeigt sie eine beeindruckende Bandbreite: bretonische Volkslieder, Popsongs, Folksongs und geistliche Lieder singt sie auf englisch, französisch, bretonisch und gälisch.

Alan Stivell: Son Ar Chistr

Alan Stivell ist der Grandseigneur des traditionellen bretonischen Chansons. Der Interpret wuchs in Morbihan auf und erwarb sich große Verdienste um die Bewahrung des keltisch-bretonischen Liedgutes. Die Melodie von „Son ar chistr“ dürfte jedem bekannt sein. Das „Lied vom Cidre“ wurde 1929 geschrieben und seitdem von Alan Stivell und Bands nahezu aller Richtungen aufgegriffen.

Tri Yann: Dans les prisons de Nantes

„Tri Yann an Naoned“, oder kurz „Tri Yann“, gehören seit ihrer Gründung Anfang der 70er Jahre zu den bekanntesten Vertretern bretonischer Folkmusik. Die “Drei Yanns aus Nantes” leben die keltische Kultur nicht nur in ihren Liedern: Das Logo zeigt ein keltisches Symbol und die Musiker tragen bei ihren Auftritten stets traditionelle Bekleidung.

Les Marins d’Iroise: Santiano

„Les Marins d’Iroise“ sind ein Männerchor aus Brest. Die Seemänner haben die klassischen Seemannslieder in ihrem Repertoire, kombinieren in einigen Stücken aber auch keltische Klänge in die Lieder. „Santiano“ heißt der Shanty, den sie hier zu Gehör bringen. Natürlich stilecht in Matrosenhemden und auf einem Boot.

Luc Arbogast: Vox Clamantis

Luc Arbogast kommt aus der Mittelalterszene und bedient sich in seinen Liedern vieler keltischer und bretonischer Elemente. Vom in Frankreich populären Luc Arbogast stammt auch das musikalische Titelthema zur Serie „Game of Thrones“. Das hier verlinkte Video zum Lied „Vox Clamantis“ aus dem Album „Oreflam“ entstand in den Monts d’Arée und in Huelgoat.

Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | Strand der Île Saint-Nicolas | © Donatienne Guilleaudeau

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