Finistère: Ende und Kopf der Welt

Leuchtturm Bretagne

Leuchtturm Phare du Creac’h

Den Namen bekam die Finistère von den Römern, „Finis Terrae“ bedeutet „Ende der Welt“. Je nach Standpunkt ganz anders oder sehr ähnlich liest sich die Bezeichnung der Region in bretonischer Sprache: „Penn-ar-Bed“ heißt übersetzt „Anfang der Welt“.

Heute ist die Finistère das nordwestlichste Department Frankreichs und der äußerste Zipfel der Bretagne. Sowohl für die Franzosen als auch für Erholungssuchende aus England, Irland und dem Benelux ist die Region wegen der vielen Strände und den malerischen Städten ein sehr beliebtes Ziel für den Urlaub.

Finistère kompakt

Arrondissement & Städte
Quimper ist das südlichste und größte Arrondissement der Finistère. Daran schließt sich der Verwaltungsbezirk Chateaulin an, der den mittleren Teil der Finistère bildet. Morlaix im Osten und Brest im Westen machen den Norden der Finistère aus. Brest ist nicht nur Sitz einer Unterpräfektur, sondern auch die größte Stadt der Finistère, gefolgt von Quimper und Concarneau im Süden.

Wetter in der Finistère
Der Atlantik bestimmt das Wetter der Finistère. Bedingt durch den Golfstrom regnet es im Norden häufiger als im Süden. Der Süden ist zudem durchschnittlich wärmer als die nördlichen Teile der Finistère. Strenge Temperaturen sind die große Ausnahme, an allen Küsten der Finistère gedeihen Palmen.

Wirtschaft
Wirtschaftlich wichtig ist der Tourismus. Landwirtschaft und Fischfang, hier vor allem die Austernzucht sind weitere wichtige Säulen der Wirtschaft in der Finistère. Große Anlagen der Industrie sind zur Freude der Urlauber kaum anzutreffen.

Bretonisch
Die keltische Sprache ist im äußersten Nordwesten Frankreichs sehr lebendig. Sichtbarstes Zeichen für Urlauber: Straßenschilder benennen in großen Teilen der Finistère den jeweiligen Ort immer sowohl in der französischen wie in der bretonischen Bezeichnung.

Der, die oder das Finistère?
Während die Franzosen “le Finistère” sagen, kann man die Region im Deutschen “die Finistère” oder “das Finistère” nennen, beides ist richtig.

Verkehr und Verbindungen in der Finistère

Die Straßen im Finistère sind wie überall in Frankreich kostenfrei und in gutem Zustand. Wenn nicht gerade die Landwirte der Bretagne mit Streiks die Straßen und Autobahnen blockieren, verläuft die Anreise in Städte, Sehenswürdigkeiten und Strände auch zur Hochsaison schnell und staufrei. Parkplätze befinden sich in den Städten meist außerhalb der alten Stadtkerne, die wenigsten davon sind kostenpflichtig.
Die Autobahn N12 führt durch die Mitte der Bretagne und verbindet Rennes und Brest am äußersten Rand der Finistère. Eine andere wichtige Schnellstraße ist die N164 bzw. die N165, sie verläuft von Nantes über Quimper bis Brest. Diese Schnellstraßen sind mautfrei für Pkw, Motorräder, Campingwagen und Wohnmobile zu nutzen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt wie überall in Frankreich 110 km/h.

Entfernungen in der Finistère:

– Brest – Morlaix: ca. 45 Minuten mit dem Auto
– Quimper – Brest: ca. 45 Minuten mit dem Auto
– Morlaix – Concarneau: 1:30 Stunde mit dem Auto

Urlaub in der Finistère

Die Bretagne verfügt über etwa 2.500 Kilometer Küste, 1.200 davon bilden in der Finistère die Grenze zwischen Meer und Land. Für einen Urlaub am Meer bieten sich demnach perfekte Voraussetzungen. Einige der schönsten Strände der Bretagne finden Urlauber in der Finistère. Ob in Crozon, Carantec, Audierne oder auf den Inseln Île de Batz, Île Molène und dem Archipel Glenan: die Kombination aus schroffer Küste und feinem, weißem Sand ist zu jeder Jahreszeit beeindruckend. Dazu kommt der spektakuläre Wechsel der Gezeiten. Wer also den Urlaub an der Küste der Finistère verbringt, dem bietet sich nicht nur eine Landschaft, sondern dank Ebbe und Flut immer gleich ein ganzes Dutzend.

Ile de Molène | Finistére

Ile de Molène

Wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus, ist die Finistère für Urlauber sehr gut erschlossen. Ein Mix aus Urlaub am Strand und in den mittelalterlichen Städten ist die beliebteste Kombination für die Ferien mit der Familie. Als Rückzugsort können die Urlauber aus dem reichhaltigen Angebot ein Ferienhaus in der Finistère auswählen oder den Urlaub auf dem Campingplatz verbringen. A propos Camping: Zahlreiche Campingplätze bieten direkten Zugang zum Meer oder sogar den unverstellten Blick aufs Meer, wo gibt es das schon?
Besonders reizvoll ist ein Aktiv-Urlaub an der frischen Luft und in der abwechslungsreichen Landschaft. Gut beschilderte Wanderwege laden zu ausgedehnten Touren ein. Und Freunde des Wassersports können beim Segeln, Kanufahren und Tauchen ihrer Leidenschaft nachgehen.

 

 

Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | ©Nicolas Job (Phare du Creac’h), ©Yanick Le Gal (Ile de Molène)