Morbihan: “Kleines Meer” im Süden der Bretagne

Golf von Morbihan

Insel im Golf von Morbihan

Morbihan ist eine Urlaubsregion par excellence. Das Klima ist in Morbihan milder, die Strände weißer und das Meer blauer als anderswo in der Bretagne. Einige der schönsten Orte und Landschaften der Bretagne liegen in Morbihan. Die Inseln des Golfes von Morbihan und der Wald von Brocéliande. Die Dörfer Josselin und Rochefort-en-Terre. Die Städte Lorient und Vannes. Die Menhire von Carnac und die Küste von Quiberon. Wer kann einem solch fantastischen Gesamtpaket widerstehen? Auf nach Morbihan!

Wetter in Morbihan

Wie überall in der Bretagne ist auch in Morbihan das Klima ausgesprochen maritim. Milde Winter und nicht zu heiße Sommer kennzeichnen die klimatischen Bedingungen. Während der Sommermonate herrscht selten große Hitze und im Winter tritt so gut wie kein Frost auf.

An Niederschlägen gibt es auf die gesamte Region Morbihan bezogen kein Mangel, die höchste Menge an Regen fällt statistisch betrachtet zwischen Dezember und März. In punkto Niederschlag bestehen innerhalb von Morbihan große Unterschiede. Während die nordwestlichen Teile von Morbihan an der Grenze zur Finistère ausgesprochen regenreich sind (1300 mm pro Quadratmeter im Jahresschnitt), ist im Vergleich dazu der Süden trocken. So fallen auf der Halbinsel Rhuys etwa 700 mm Regen pro Quadratmeter im Jahresschnitt. Gute Aussichten bestehen an der Südküste für Sonnenhungrige, dort wird mit ca. 1900 Stunden die meiste Zeit an wolkenlosem Himmel gemessen.
Mikroklimazonen sind insbesondere auf den Halbinseln Quiberon und Rhuys sowie auf der Belle-Île anzutreffen.




Verkehr in Morbihan

Auch in Morbihan gibt es, wie in der übrigen Bretagne keine mautpflichtige Autobahn. Die wichtigsten Straßen in Morbihan sind die Nationalstraßen N24 (Rennes – Ploërmel – Lorient), die an der Küste entlang führende Route N165 die Nantes – Vannes – Lorient – Quimper verbindet sowie die von der N24 wegführende Nord-Süd-Verbindung N166 zwischen Ploërmel und Vannes.

Entfernungen mit dem Auto:

Lorient – Vannes: ca. 45 Minuten
Carnac – Pontivy: ca. 1 Stunde
Rochefort-en-Terre – Ploërmel: ca. 30 Minuten
Auray – Sarzeau: ca. 40 Minuten
Locmariaquer – Port Navalo: ca. 1 Stunde

Der Golf von Morbihan

Der für die Region namensgebende Golf von Morbihan ist die größte Attraktion im an Sehenswürdigkeiten reichen Süden der Bretagne. Der Golf ist in der ost-westlichen Ausdehnung 20 Kilometer lang und 15 Kilometer breit von Norden nach Süden. An einer schmalen Stelle zwischen Locmariaquer und Port Navalo öffnet sich das Binnenmeer auf die Bucht von Quiberon und verbindet die Lagune so mit dem Atlantik.

Das Highlight sind die etwa 42 Inseln im Golf von Morbihan. Leider befinden sich viele der Inseln in Privatbesitz und sind daher nicht für Besucher zugänglich. Mit der Île aux Moines und der Île d’Arz stehen jedoch die beiden größten Inseln des Archipels den Touristen offen. Auf einer kleinen Fähre von Quai Port-Blanc in Baden (ca. 15 Kilometer von Vannes entfernt) dauert die Überfahrt auf die Île aux Moines etwa 5 Minuten. Dann betritt der Besucher ein Eiland, das sich auch im südlichen Mittelmeer befinden könnte. Eine mediterrane Pflanzen- und Tierwelt und goldgelber Sand am Strand lassen einen fast vergessen, dass man in der Bretagne ist. Wie bei allen beliebten Reisezielen, muss der Besucher die Schönheit der Insel im Golf von Morbihan jedoch mit vielen anderen Touristen teilen. Eine Möglichkeit, dem großen Ansturm zu entgehen, ist die Erkundung der Île aux Moines mit dem Fahrrad. Die Radwege sind gut ausgebaut, die Möglichkeiten zur Leihe von Fahrrädern sind zahlreich.

Auch die kleinere, dafür aber weniger überlaufene Île d’Arz lohnt einen Ausflug. Die Fähre auf diese im Vergleich zur Île aux Moines unberührte Insel geht von der Pointe de Conleau in Vannes und dauert eine knappe halbe Stunde.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Morbihan

Die Menhire von Carnac

Die Menhire von Carnac

Carnac
Die Megalithe sind die bedeutendste Attraktion von Carnac. 2.934 Menhire gibt es in Carnac zu bestaunen, so viele, wie sonst nirgends in der Bretagne. Neben den geheimnisvollen Steinen erwarten den Besucher kunstvolle Bauwerke im Renaissance-Stil und ein wundervoller, 2 Kilometer langer Strand. Da die Gegend unweit des Golf von Morbihan zu den sonnigsten in der gesamten Bretagne zählt, lassen sich hier Bade- und Kultururlaub perfekt miteinander vereinen.

Josselin
Die Bretagne ist im Vergleich zur benachbarten Region Loire-Atlantique nicht mit Schlössern im Überfluß gesegnte. Eine Ausnahme bildet das 1000jährige „Château de Josselin“. Das Schloss ist genau das richtige für Liebhaber von Architektur aus den Epochen Gotik und Renaissance und natürlich für alle, die ausgedehnte und außergewöhnliche Gärten lieben.

Brocéliande
Die Heide, Bäume und Quellen des Waldes von Brocéliande bilden die Kulisse für Legenden um Zauberer und Feen. Die Geschichte des König Arthur ist die wohl die berühmteste von allen Sagen. Der Wald von Brocéliande liegt abseits der Küste im Westen des Morbihan, nächste Stadt ist Ploërmel.

Rochefort-en-Terre

Ortsinneres Rochefort-en-Terre

Rochefort-en-Terre
Dass Rochefort-en-Terre zu den schönsten Orte in Morbihan, der Bretagne und sogar zu den schönsten Dörfern in ganz Frankreich gehört, ist amtlich. Das 35 Kilometer von Vannes entfernte Rochefort-en-Terre trägt den Titel „Les Plus Beaux Villages de France“. Herausragende Sehenswürdigkeiten sind das „Château de Rochefort“ und die vielen mit Blumen geschmückten Häuser im gesamten Ort.

Vannes
Am nördlichen Rand des Golfes von Morbihan liegt das elegante Vannes. Mit einem Mittelalter-Festival und einem Jazz-Fest bildet die zweitgrößte Stadt des Morbihan das lebendige Zentrum der Region.

 

 

Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | ©Michel Renac (Insel), ©Maxence Gross (Rochefort-en-Terre), ©Emmanuel Berthier (Carnac)