Mittelalterliches Vitré

Vitré

Mittelalterliches Vitré

Vitré ist ein exzellentes Beispiel dafür, dass eine sehenswerte bretonische Stadt nicht zwangsläufig an der Küste liegen muss. Der Ort bietet statt eines pittoresken Hafens ein verwinkeltes mittelalterliches Zentrum, die gotische Kirche Eglise de Notre Dame und das beeindruckende Schloss „Château de Vitré“. Als weitere Sehenswürdigkeit aus der glanzvollen Vergangenheit gilt das Schloss Rochers-Sévigné unweit von Vitré. Hier lebte und schrieb im 17. Jahrhundert die adelige Autorin Madame de Sévigné. Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Wer nicht gerade glühender Fan der Briefeschreiberin ist, kann sich den Eintritt in das Haus getrost sparen. Abgesehen vom Park rund um das Schlossmuseum, sieht man nicht viel Besonderes. Es empfiehlt sich, die Zeit in Vitré selber zu verbringen.

Anreise nach Vitré

Vitré liegt nur wenige Kilometer hinter der Grenze zwischen Normandie und Bretagne, südlich von Fougeres und östlich von Rennes. Wegen seiner Lage besuchen viele Bretagne-Urlauber Vitré bei der Anreise. Am ehesten lohnt sich ein Zwischenstopp für die Besucher, die mit dem Auto von Paris bzw. Le Mans aus über die Autobahn N157 kommen. Zu anderen beliebten Urlaubszielen in der Bretagne ist es dann nicht mehr weit. Bis Saint-Malo oder Vannes sind es unter 2 Autostunden, bis nach Brest 3 Stunden Fahrzeit.

Das mittelalterliche Vitré

Wegen der Nähe zu Frankreich war Vitré einst eine der wichtigsten Städte in der Bretagne. Aus der Blütezeit des Ortes im Mittelalter stammt das Schloss, das noch heute die Silhouette der Stadt bestimmt. Mit seinen charakteristischen Mauern, Zinnen, Türmen und dem inneren Bereich im Hof wirkt das festungsartige Château wie aus dem Bilderbuch für mittelalterliche Burgen. Ein Besuch ist also vor allem für Kinder ein großer Spaß. Auf einer Tour von gut 2 Stunden hat man im Außenbereich und im Museum alles gesehen.

Vitré Bretagne

Gasse in Vitré

Rund um das Schloss haben sich in früheren Zeiten die wohlhabenden Händler von Vitré schöne Häuser erbauen lassen. Die gut erhaltenen Fachwerkhäuser bilden ein interessantes und authentisches Ensemble. In den Gassen und Straßen lässt sich entspannt flanieren und natürlich auch das ein oder andere gute Restaurant finden.

Empfehlenswerte Restaurants in Vitré sind zum Beispiel das „Copains Comme Cochons“ in der Rue Neuve, das „Les Pieds sous la Table“ in der Rue d’en Bas oder das „Le Vieux Vitré“, ebenfalls in der Rue d’en Bas. Mit etwas Glück bekommen Sie in einem der Lokale einen „Gâteau au caramel au beurre salé et aux pommes„. Das Rezept für den leckeren Apfelkuchen mit gesalzener Karamellsauce stammt ursprünglich aus Vitré. Bon appetit !

 

 

Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Emmanuel Berthier, © Donatienne Guillaudeau

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