Bretagne-Urlaub 2022 und Corona: Die wichtigsten Infos

Corona bestimmt 2022 die Urlaubsplanung, das gilt auch für Reisen in die Bretagne. Ein Lichtblick: in allen bisherigen Wellen der Pandemie blieb die Bretagne von hohen Infektionszahlen weitgehend verschont. Anders als im Elsass, der Region rund um Paris oder in der Provence bewegt sich das Covid-19-Geschehen seit Ausbruch der Pandemie 2020 auf einem relativ niedrigen Grundniveau. Im französischen Ampelsystem für die Regionen war die Bretagne oft noch auf „grün“, während es anderswo schon tiefrot blinkte. Dennoch gelten im zentralistisch organisierten Frankreich Restriktionen wie Ausgangssperren, Beherbergungsverbot oder Schließungen der Gastronomie unter Umständen auch für die Départements Finistère, Morbihan, Côtes d’Armor und Ille-et-Villaine.

Die Corona-Situation ist auch in Frankreich hochdynamisch. Seriöse Aussagen zur besten Reisezeit im Juni, Juli und August lassen sich immer nur kurzfristig und unter Vorbehalt treffen. Was die Sache nicht einfacher macht: Werte wie Inzidenz, Neuinfektionen oder Belegung von Intensivbetten verlaufen in Deutschland und Frankreich nicht parallel. In den letzten Monaten verliefen die Kurven oftmals sogar gegensätzlich. Während Frankreich Beschränkungen lockerte, hatte Deutschland den Lockdown verhängt und andersherum.

La Bretonelle behält die Situation im Blick und aktualisiert diesen Beitrag zu Corona in der Bretagne regelmäßig.

Was gilt aktuell (Stand: 04.01.2022)?

Ganz Frankreich wurde angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante zum Hochrisikogebiet erklärt. Damit einher geht die Warnung der deutschen Behörden, von nicht notwendigen, d.h. allen touristischen Reisen nach Frankreich abzusehen. Das Auswärtige Amt fasst die geltenden Bestimmungen hier zusammen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/frankreichsicherheit/209524 

Eine nächtliche Ausgangssperre gilt in der Bretagne aktuell nicht. Maskenpflicht und Abstandsregeln sind im öffentlichen Raum umfangreich gültig, vor allem in öffentlich zugänglichen Innenräumen. Das Gebot zum Tragen einer Maske auf öffentlichen Plätzen unter freiem Himmel gilt teilweise. Ein Verhängen dieser Bestimmung obliegt den Präfekten.

In Restaurants, Bars und anderen Lokalen ist die sogenannte Außengastronomie uneingeschränkt, Gastronomie in Innenräumen eingeschränkt möglich. Museen sind ebenso eingeschränkt wieder offen. Geschäfte, auch solche, die nicht zu den unbedingt notwendigen Versorgern (Lebensmittel, Apotheken) gehören, sind geöffnet.

Touristische Unterkünfte sind für Geimpfte geöffnet.

Strände sind mit Einschränkungen nutzbar.

Reisen nach und innerhalb von Frankreich ist nicht grundsätzlich verboten. Es muss jedoch ein triftiger Grund vorliegen; touristische und geschäftliche Anlässe fallen nicht darunter. Dennoch sind die Grenzen offen, die Anreise per Auto, Flugzeug oder Bahn möglich.

Alle Reisenden müssen einen vollständigen Impfschutz nachweisen können.

Ist ein PCR-Test vor der Reise in die Bretagne verpflichtend? Ja. Vor Abfahrt/Abflug in die Bretagne müssen alle Reisenden einen negativen Test (PCR- oder Antigen-Test), nicht älter als 24 Stunden, vorweisen. Das gilt auch für Geimpfte.

Ist ein weiterer PCR-Test nach Ankunft in der Bretagne verpflichtend? Hier ist die Lage aktuell etwas unklar. Das Auswärtige Amt schreibt dazu. „Bei Ankunft in Frankreich können die Reisenden einem Antigen-Test unterzogen werden.“

Wird eine Selbstauskunft über Symptome und mögliche Kontakte zu positiv getesteten Personen verlangt? Ja

Muss nach der Ankunft eine Quarantäne eingehalten werden? Nein

In den letzten Wochen sind die Coronazahlen in Frankreich wieder gestiegen. In der Bretagne ist das Infektionsgeschehen wie in vorangegangenen Wellen relativ niedrig. Eine umfassende, tagesaktuelle Übersicht über die Situation in Frankreich und Einschränkungen bietet dieses Portal der Europäischen Union: https://reopen.europa.eu/de/map/FRA/5006  

Die aktuelle Situation in den Départements ist auf dieser Corona-Karte visualisiert: https://covidtracker.fr/covicarte/.

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