Beste Reisezeit Bretagne

Beste Reisezeit Bretagne

Ist der Sommer die beste Reisezeit für die Bretagne?

Oft steht eine große Frage noch vor der Wahl des Urlaubsortes: Welches ist die beste Reisezeit für die Bretagne? In einer perfekten Welt ist für echte Bretagne-Liebhaber natürlich jederzeit der ideale Zeitpunkt! Die Reise beginnt, wenn man Lust und Laune hat, im Nordwesten Frankreichs herrscht immer Wetter nach Wunsch, die Strände sind menschenleer und die Sehenswürdigkeiten lassen sich ungestört entdecken. Doch dann funkt die Realität dazwischen und die Schulferien geben den Takt vor, der Geldbeutel steckt den Rahmen ab oder die Wetterbedingungen sind zu ungemütlich für entspannte Ferien.

Es gilt also, den goldenen Mittelweg zu finden und allen Ansprüchen gerecht zu werden. Als Grundlage für die Entscheidung haben wir ein paar wichtige Fakten zusammengetragen, etwa zum Klima, zum Andrang und zur Situation in punkto Ferienhäuser. Mit ein paar Informationen wählen Sie Ihre individuell beste Reisezeit in die Bretagne!

Reisezeit Winter: Dezember, Januar, Februar

Der größte Pluspunkt für eine Reise in die Bretagne im Winter ist, dass zu dieser Zeit sonst kaum jemand dort Urlaub macht. Ruhige Weihnachten und ein friedliches Silvester fernab des Feiertagsstress sind garantiert. Der Winter ist klassische Nebensaison, was sich auch in den Preisen für Ferienhäuser und Ferienwohnungen niederschlägt. Günstige Domizile sind also zu haben – wenn die Vermieter die Unterkünfte in den Wintermonaten nicht vom Markt nehmen.

Damit ist die Aufzählung der Vorteile aber auch schon am Ende. Denn der Winter bedeutet in der Bretagne auch wenig Sonne, viel Regen und jede Menge Sturm. Im Dezember und Januar toben vor allem an den Küsten die Stürme, der Höhepunkt des Winters bringt außerdem die regenreichsten Monate überhaupt mit sich. Die Mengen variieren je nach Region: So ist es an der Nordküste der Finistère wesentlich regnerischer und stürmischer als an der milderen Südküste oder im Landesinneren, zum Beispiel rund um Rennes.

Fazit: Der Winter ist trotz günstiger Ferienhäuser nur für wetterfeste Fans schäumender Meereswogen die beste Reisezeit für einen Trip in die Bretagne.

Reisezeit Frühling: März, April, Mai

Liegen die Temperaturen für den März im Schnitt noch bei etwas unter 10°C, verzeichnen die Thermometer im Mai schon stabil um milde 14 °C. Und auch die Regenmenge nimmt im Frühling spürbar ab, was den Aufenthalt in der Bretagne insgesamt deutlich angenehmer macht. Mit steigenden Temperaturen steigen auch die Besucherzahlen. Die Tourismus-Branche blüht auf: Restaurants, Museen, Campingplätze öffnen nach und nach ihre Pforten. Die Sehenswürdigkeiten beleben sich und die Kalender der Ferienhaus-Vermieter werden voller. Noch sind die Preise für Unterkünfte moderater als in der Hauptsaison. Besucher aus Frankreich bilden den überwiegenden Teil der Touristen, aus dem Rest Europas ist der Andrang noch verhalten.

Je weiter der Frühling in der Bretagne voran schreitet, desto mehr geht die Temperatur-Schere zwischen dem Norden und dem Süden auseinander. Im März gibt es kaum einen Unterschied zwischen der nördlichen Küste auf der Linie Brest, Morlaix, Saint-Brieuc, Saint-Malo. Im Mai jedoch sind die Unterschiede schon spürbar, dann ist es im Süden durchschnittlich ein Grad Celsius wärmer als im Norden.

Baden bleibt auch im Frühling etwas für Unerschrockene. Die Temperatur des Wassers liegt im März durchschnittlich bei 9° – 10° Celsius, im April bei um die 11°. Im Mai steigt die Wassertemperatur schon auf durchschnittliche 13° C.

Fazit: Als Reisezeit ist das Frühjahr beliebter als der Winter. Von März bis Mai bietet die Bretagne ein attraktives Gesamtpaket aus milden Temperaturen und günstigen Konditionen für Ferienhäuser. Für Paare ohne Kinder gilt daher der Mai als eine der besten Reisezeiten.

Reisezeit Sommer: Juni, Juli, August

Baden Bretagne Juli

Baden im Juli vor der Kulisse von Saint-Malo

Sommer, Sonne, Hochsaison! Je weiter der Sommer vorrückt, desto voller wird es in der Bretagne. Die Sehenswürdigkeiten sind gut besucht, ebenso wie die Restaurants an touristischen Hotspots. Campingplatz und Ferienhäuser sind belegt und es gilt rechtzeitig zu buchen, um noch einen Platz zu bekommen. Grund für den Andrang sind neben der allgemeinen Ferienzeit auch die höheren Temperaturen. Von allen Monaten des Jahres sind Juni, Juli und August die angenehmsten. Finistère, Morbihan, Côtes-d’Armor und Ile-et-Vilaine verzeichnen im Sommer die meisten Sonnenstunden, den geringsten Niederschlag und die höchsten Temperaturen.

Grundsätzlich ist es im Sommer an den südlichen Stränden der Bretagne wärmer und trockener als im Norden. Am deutlichsten wird der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Temperaturen im Vergleich der Inseln Belle-Île und Ouessant. Auf der Insel auf der Höhe von Brest misst das Thermometer im Juli und August im Schnitt 16,5°C, auf Belle-Île verzeichnen die Meteorologen im Hochsommer durchschnittliche 18,5° Celsius.

Mehr Mittelwerte:

  • Saint-Malo: Juni 15.7°C, Juli 17.7°C, August 17.8°C
  • Ploumanac’h-Perros: Juni 15.6°C, Juli 17.2°C, August 17.6°C
  • Rennes: Juni 17,1°C, Juli 19.1°C, August 19.1°C
  • Vannes: Juni 17°C, Juli 19.1°C, August 18.8°C

Die durchschnittlichen Lufttemperaturen gleichen sich dann beinahe den Wassertemperaturen an. Das Meer ist an allen Küsten der Bretagne dann zwischen 17° und 18° warm. Richtig heiß wird es in der Bretagne nur selten und wenn, dann ist der Sprung ins Wasser eine echte Abkühlung. Das freut vor allem die Kinder, für sie ist der Sommer definitiv die beste Reisezeit!

Fazit: Für viele Urlauber ist der Sommer die beste Reisezeit. Im Juni, Juli und August zeigt sich die Bretagne von ihrer besten Seite, auch wenn man sich besonders beliebte Sehenswürdigkeiten und Strände in der Hauptsaison teilen muss.

Reisezeit Herbst: September, Oktober, November

Ab September leert sich die Bretagne langsam. Die in Frankreich spätestens Anfang September endenden allgemeinen Sommerferien läuten das Ende der Hauptsaison ein. Die Außentemperaturen bewegen sich im Schnitt zwischen 16 und 17°C und auch das Meer ist dann noch mit ebensolchen Temperaturen recht angenehm. Da die Ferienhäuser weniger nachgefragt sind, kann man in der Nebensaison ein vergleichsweises günstiges Angebot erwischen. Unterm Strich bietet der September in der Bretagne ein wirklich überzeugendes Gesamtpaket!
Ab Mitte Oktober treffen die Herbststürme auf die Küste, vor allem die nördliche Finistère wird dann zu einem rauen Pflaster. Trübe Tage mit viel Regen sind nun die Regel. Die Temperaturen erreichen durchschnittlich herbstliche 13°C, bis das Wetter im November noch ungemütlicher wird.

Fazit: Während der September die vielleicht beste Reisezeit der Nebensaison ist, muss man für Oktober und November mit unbeständigem Wetter rechnen.

 

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Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Emmanuel Berthier, © Alexandre Lamoureux