Finistère: Ende und Kopf der Welt

Leuchtturm Bretagne

Leuchtturm Phare du Creac’h

Den Namen bekam die Finistère von den Römern, „Finis Terrae“ bedeutet „Ende der Welt“. Je nach Standpunkt ganz anders oder sehr ähnlich liest sich die Bezeichnung der Region in bretonischer Sprache: „Penn-ar-Bed“ heißt übersetzt „Anfang der Welt“.

Heute ist die Finistère das nordwestlichste Département Frankreichs und der äußerste Zipfel der Bretagne. Sowohl für die Franzosen als auch für Erholungssuchende aus England, Irland und dem Benelux ist die Region wegen der vielen Strände und den malerischen Städten ein sehr beliebtes Ziel für den Urlaub.

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Urlaub in der Finistère

Die Bretagne zählt etwa 2.500 Kilometer Küste, 1.200 davon bilden in der Finistère die Grenze zwischen Meer und Land. Für einen Urlaub am Meer bieten sich demnach perfekte Voraussetzungen. Einige der schönsten Strände der Bretagne finden Urlauber in der Finistère. Ob in Crozon, Carantec, Audierne oder auf den Inseln Île de Batz, Île Molène und dem Archipel Glenan: die Kombination aus schroffer Küste und feinem, weißem Sand ist zu jeder Jahreszeit beeindruckend. Dazu kommt der spektakuläre Wechsel der Gezeiten. Wer also den Urlaub an der Küste der Finistère verbringt, dem bietet sich nicht nur eine Landschaft, sondern dank Ebbe und Flut immer gleich ein ganzes Dutzend.

Wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus, ist die Finistère für Urlauber sehr gut erschlossen. Ein Mix aus Urlaub am Strand und in den mittelalterlichen Städten ist die beliebteste Kombination für die Ferien mit der Familie. Als Rückzugsort können die Urlauber aus dem reichhaltigen Angebot ein Ferienhaus in der Finistère auswählen oder den Urlaub auf dem Campingplatz verbringen. A propos Camping: Zahlreiche Campingplätze bieten direkten Zugang zum Meer oder sogar den unverstellten Blick aufs Meer, wo gibt es das schon?

Aktiv urlauben in Finistère

Die Finistère bietet viel Raum, sich am Land und im Wasser aktiv zu erholen. Die Wanderstrecken der Finistère, vor allem die Abschnitte des Wanderweges GR-34 direkt entlang an der Küste, gehören zu den schönsten in ganz Frankreich. Besonders viel Meer erleben Wanderer beim Wandern am Cap Sizun, wo die Steilküste atemberaubende Ausblicke gewährt.

Als Zwischenstopp oder Ziel einer Wanderung locken die zahlreichen schönen Strände der Finistère. Natürlich kann man bei schönem Wetter auch einfach nur im Sand liegen und entspannt alle Viere von sich strecken. Ob wild und abgelegen, wie der Strand der Île Vierge oder als langer Sandstrand wie in Locquirec – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Die Finistère zählt knapp 40 Golfplätze, darunter einige besondere mit Meerblick wie das Green des Clubs “Golf de Carantec” an der Nordküste. Holen Sie sich auf unserer Karte zu den Golfplätzen der Bretagne Inspirationen für einen Abstecher zum Golfen.

Die Kombination aus körperlicher Bewegung und Spaß lässt sich nicht nur an Land erleben – in der Finistère lädt das Meer zum Surfen und Tauchen ein. So liegen einige der schönsten Surfspots Nordfrankreichs in der Bretagne. Die besten Strände zum Surfen und Gelegenheiten zum Tauchen stellen wir in gesonderten Beiträgen sowie auf Spezialkarten vor.

Die besten Sehenswürdigkeiten der Finistère

Pointe du Raz Bretagne SehenswürdigkeitenPointe du Raz
Am Pointe du Raz zeigt sich die Bretagne von ihrer ungestümen Seite. Die Wellen des Atlantiks brechen sich an den Felsformationen, die hier kantig ins Meer ragen. Von den hohen Klippen des Pointe du Raz und den umliegenden ist das ein herrliches Naturschauspiel.

Halbinsel Crozon
Zwischen der Rade de Brest und der Baie de Douarnenez liegt die Halbinsel Crozon. Mit unzähligen Buchten, kilometerlangen Stränden und herrlichen Wanderstrecken durch die Landschaft des Naturparks der Bretagne gehört Crozon zu den beliebtesten Urlaubszielen und schafft es dennoch, authentisch zu bleiben.

Ouessant
Vor der Küste der Finistère liegt mit der Insel Ouessant einer der interessantesten Sehenswürdigkeiten. Die baumlose Insel ist kaum besiedelt und bekannt für ihre unwirtlichen Bedingungen. Zu bestaunen gibt es hier neben 2 Leuchttürmen vor allem die wilde Natur. Ein Abstecher hat was von Abenteuer – ideal für einen Tagestrip!

Pont Aven Bretagne SehenswürdigkeitenPont-Aven
Pont-Aven steht ganz im Zeichen der Kunst. Paul Gauguin benannte eine Malweise nach dem Ort im Süden: Die Schule von Pont-Aven. So bildet heute das Kunstmuseum die vielleicht wichtigste Sehenswürdigkeit von Pont-Aven. Neben der Stadt selber mit ihrem malerischen Zentrum entlang des Flüsschen Aven.

Huelgoat Bretagne SehenswürdigkeitenHuelgoat
Beeindruckende Felsformationen gibt es nicht nur an der Küste der Finistère. Mitten im Wald der Bretagne liegt Huelgoat, das berühmt ist als Schauplatz von Sagen und Legenden. Vor den moosbewachsenen Steinen mit Namen wie „Zitternder Stein“ oder „Teufelsgrotte“ kann schon mal die Phantasie mit einem durchgehen.




Anreise & Verbindungen

Die Straßen im Finistère sind wie überall in Frankreich kostenfrei und in gutem Zustand. Wenn nicht gerade die Landwirte der Bretagne mit Streiks die Straßen und Autobahnen blockieren, verläuft die Anreise in Städte, Sehenswürdigkeiten und Strände auch zur Hochsaison schnell und staufrei. Parkplätze befinden sich in den Städten meist außerhalb der alten Stadtkerne, die wenigsten davon sind kostenpflichtig.

Die Autobahn N12 führt durch die Mitte der Bretagne und verbindet Rennes und Brest am äußersten Rand der Finistère. Eine andere wichtige Schnellstraße ist die N164 bzw. die N165, sie verläuft von Nantes über Quimper bis Brest. Diese Schnellstraßen sind mautfrei für Pkw, Motorräder, Campingwagen und Wohnmobile zu nutzen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt wie überall in Frankreich 110 km/h.

Entfernungen in der Finistère:

  • Brest – Morlaix: ca. 45 Minuten mit dem Auto
  • Quimper – Brest: ca. 45 Minuten mit dem Auto
  • Morlaix – Concarneau: 1:30 Stunde mit dem Auto

Finistère kompakt

Arrondissement & Städte
Quimper ist das südlichste und größte Arrondissement der Finistère. Daran schließt sich der Verwaltungsbezirk Chateaulin an, der den mittleren Teil der Finistère bildet. Morlaix im Osten und Brest im Westen machen den Norden der Finistère aus. Brest ist nicht nur Sitz einer Unterpräfektur, sondern auch die größte Stadt der Finistère, gefolgt von Quimper und Concarneau im Süden.

Wetter in der Finistère
Der Atlantik bestimmt das Wetter der Finistère. Bedingt durch den Golfstrom regnet es im Norden häufiger als im Süden. Der Süden ist zudem durchschnittlich wärmer als die nördlichen Teile der Finistère. Strenge Temperaturen sind die große Ausnahme, an allen Küsten der Finistère gedeihen Palmen.

Wirtschaft
Wirtschaftlich wichtig ist der Tourismus. Landwirtschaft und Fischfang, hier vor allem die Austernzucht sind weitere wichtige Säulen der Wirtschaft in der Finistère. Große Anlagen der Industrie sind zur Freude der Urlauber kaum anzutreffen.

Bretonisch
Die keltische Sprache ist im äußersten Nordwesten Frankreichs sehr lebendig. Sichtbarstes Zeichen für Urlauber: Straßenschilder benennen in großen Teilen der Finistère den jeweiligen Ort immer sowohl in der französischen wie in der bretonischen Bezeichnung.

Der, die oder das Finistère?
Während die Franzosen „le Finistère“ sagen, kann man die Region im Deutschen „die Finistère“ oder „das Finistère“ nennen, beides ist richtig.

 

 

Weitere interessante Orte in der Finistère:

Monts d’Arrée

Archipel Glénan

Douarnenez

Roscoff

 

Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | ©Nicolas Job (Phare du Creac’h), ©Yanick Le Gal (Ile de Molène)