Locmariaquer

Zu den besonderen Orten am Golf von Morbihan gehört Locmariaquer. Die Halbinsel ist so ausgerichtet, dass die Ostküste dem Golf zugewandt ist, während an die südliche und westliche Seite von Locmariaquer die hier meist sanften Wellen des Atlantiks rollen.

Sehenswürdigkeiten in Locmariaquer – Grand Menhir Brisé

Zur an steinzeitlichen Zeugen reichen Gegend der Baie de Quiberon gehört neben den Steinen von Carnac auch der größte bekannte Menhir der Welt. Der Grand Menhir Brisé liegt auf dem Gebiet der Gemeinde von Locmariaquer und das im wahrsten Sinne.

Stolze 20,5 Meter misst der ca. 6.500 Jahre alte Stein, der Wissenschaftlern zufolge 500 Jahre nach seiner Errichtung durch Menschenhand auch wieder fiel. In vier Teile zerbrach der Stein, wahrscheinlich wurde der Menhir „gefällt“, um das Material für andere kultische Stätten wie Dolmen zu verwenden.

Der Zutritt zur Anlage kostet heute 6 EUR pro Erwachsenem, Tickets lassen sich im ca. 250 Meter entfernten Tourismusbüro von Locmariaquer kaufen. Neben dem Grand Menhir Brisé lassen sich auf der Anlage außerdem der Tumulus Er Grah und der Table de Marchand besichtigen. 

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Der Table de Marchand

Das Besondere am Table de Marchand ist, dass sich der Ort mit der langen und wechselvollen Geschichte betreten und besichtigen lässt. Durch eine schmale Öffnung gelangt man ins Innere des Gewölbes, dessen Wände beeindruckende Gravierungen zeigen. Dem Staunen tut es keinen Abbruch, dass die heutige Anlage ein rekonstruierter Dolmen in einem Steinhügel ist.

Ein tischförmiger Dolmen, der im Wappen von Locmariaquer noch zu erkennen ist, bildet den Kern Hügels. Die Erbauer des wohl als Grabstätte angelegten Table de Marchand haben das Monument mit Bruchsteinen, Erde und Gras bedeckt, bevor die Umkleidung wieder abgetragen wurde und bis ins 20. Jahrhundert als Formation aus mächtigen aufeinander ruhenden Steinen zu sehen war.

Neben Table de Marchand und Grand Menhir Brisé befindet sich auf der kostenpflichtigen Freiluftmuseums-Anlage mit dem Er Grah ein weiterer Dolmen und Tumulus. Die Grabstätte ist jedoch kleiner als der „Tisch des Händlers“ und Besuchern nicht zugänglich.

Außerhalb des Museums gibt es mit dem kostenlos zu besichtigenden Menhir Mané Lud, den Ganggräbern Mané Rutual und Les Pierres-Plates sowie dem Mané-er-Hroek weitere megalithische Sehenswürdigkeiten in fußläufiger Entfernung.

Plage de Locmariaquer

Die Strände von Locmariaquer bieten eine willkommene Abwechslung zu den steinzeitlichen Sehenswürdigkeiten. Ca. 2 Kilometer in südlicher Richtung liegt mit dem Plage de Locmariaquer der schönste Strand der Gegend. Der während der Badesaison beaufsichtigte Strand ist dem Ozean zugewandt und fällt hier flach ins Wasser ab. Das Wasser ist klar und die Wellen selten wild, was den Abschnitt zu einem herrlichen Badestrand macht. Aber: feinen Sand wird man hier nicht finden, der Untergrund ist eher kieselig. 

Dennoch punktet der Strand nicht nur mit den natürlichen Gegebenheiten. Gratis-Parkplätze, Toiletten und die Lage direkt hinter dem Campingplatz „Camping Municipal de la Falaise“ – der Plage de Locmariaquer ist sowohl für Tagesausflügler als auch für Urlauber reizvoll.   

Wer auf weichen Sand besteht, wird an der Küste in direkter Nachbarschaft fündig. Im Osten schließt sich der Plage De La Falaise an, ein schmaler, selten dicht bevölkerter Strand. Der Plage De La Falaise ist ursprünglicher, wilder und bietet eine herrliche Perspektive auf die Halbinsel Quiberon.

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Foto: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Loic Kersuzan