Belle-Île-en-Mer ist die größte Insel der Bretagne – und die schönste?

Strand Belle-Île-en-Mer
Strand von Port-Donnant auf der Belle-Île-en-Mer

Die Belle-Île ist eine zeitlose Schönheit. Berühmte Persönlichkeiten erlagen dem Charme der Belle-Île und auch heute zählt die Insel zu den Top-Attraktionen der Bretagne. Ob bei einem Inselurlaub oder einem Tagestrip – Belle-Île wird Strandurlauber, Wanderfreunde und Kulturliebhaber gleichermaßen begeistern.

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Ankunft in Le Palais

Die größte Insel der Bretagne liegt etwa 14 Kilometer vor dem Festland im Meer von Morbihan. Per Fähre ab Quiberon nähert man sich der Belle-Île. Das Schiff legt schließlich in Le Palais an, dem an der nördlichen Küste gelegenen größten Ort der Belle-Île.

Bei der Ankunft in Le Palais springen die Leuchttürme und die Festung am Meer sofort ins Auge. Ursprünglich als Burg erbaut und später als Gefängnis für vor allem politische Häftlinge genutzt, beheimatet die Anlage des berühmten Baumeisters Vauban heute ein Museum. Von den massiven Mauern der Burganlage bietet sich ein herrlicher Blick auf das Wasser und die kleine, feine Altstadt von Le Palais.

Die Mehrzahl der Gäste hält sich jedoch nicht übermäßig lange in dem Ort auf. Le Palais ist für die meisten der Ausgangspunkt, um das 87 Quadratkilometer große Eiland zu entdecken. Dafür bieten sich neben dem eigenen Auto, Fahrräder, Mietwagen oder auch das Busnetz der Insel an.

Die Sehenswürdigkeiten von Belle-Île

Natürlich hat die Belle-Île-en-Mer ein Binnenland. Doch die grasbedeckte Weite ist bei weitem nicht so spektakulär wie die Küste. Auf 80 Kilometern entlang des Atlantischen Ozeans wechseln sich felsige Abschnitte mit Buchten und feinen Sandstränden ab.

Eine Reihe von Schriftstellern darunter Proust, Dumas, Flaubert und Gide kehrten vor allem wegen der atemberaubenden Küste begeistert von einem Besuch der Insel zurück. Der Künstler Henri Matisse war zu Gast auf Belle-Île, Claude Monet verewigte im Gemälde „Aiguilles de Port Coton“ einen besonders beeindruckenden Küstenabschnitt.

Die „Nadeln“ in der Nähe von Port Coton erheben sich als steinerne Formationen an der Südküste. Wind und Wasser schufen die bizarre Felsengruppe, die vor allem bei rauer See ein herrliches Schauspiel bietet. Am besten lässt sich das wogende Meer vom Leuchtturm Goulphar, gelegen ein Stück weiter im Inneren der Insel, bewundern.

Neben den genannten Autoren und Malern ist die Belle Ile als Sehnsuchtsort der Tänzerin Sarah Bernhardt bekannt. Die Ende des 19. Jahrhunderts ließ sich der damalige Weltstar auf der Pointe des Poulains, im Nordosten der Insel, ein Haus erbauen. 29 Sommer verbrachte die Tänzerin auf der Insel, heute ist im burgähnlichen Haus von Sarah Bernhardt ein ihr gewidmetes Museum untergebracht.

Weiter westlich, aber noch an der Nordspitze, befindet sich die Grotte de l’Apothicairerie. Die Höhle in den Felsen der Küste gehörte einst den Kormoranen, hier nisteten die schwarzen Seevögel. Ihre Namen erhielt die Apotheker-Grotte von der Anordnung der Brutstätten. Wie im Regal einer alten Apotheke hingen die Nester der Kormorane präzise aufgereiht. Der Abstieg zur Grotte ist heute möglich, sollte aber nur von sicheren Wanderern in Angriff genommen werden.

Gut zu Fuß sollte auch sein, wer einmal um Belle Ile wandern komplett möchte. Ein kompletter Rundgang erfordert 2 – 3 Tage. Es geht sicherlich bequemer, aber das ist die bereicherndste Art, die Insel zu entdecken.

Orte und Strände auf Belle-Île

Gegenüber von Quiberon und im Süden sind die Strände eher mild und ruhig. Vom Pointe de Taillefer etwa genießt man einen schönen Blick über die Küste von Morbihan. Das Wasser gleicht dort einem See im Binnenland.

Wenn das Wetter auf der Belle-Île sonnig ist, dann gleicht das türkisfarbene, flache Meer dem Wasser an einem karibischen Strand. In punkto Wetter ist die Belle Ile ohnehin eher mit Sonne und wenig Regen gesegnet, als andere Regionen der Bretagne, wie etwa die Finistère.

An den feinen Stränden von Plage de Donnant oder Plage des Grands Sables bieten sich hervorragende Bedingungen für Aktivitäten am Meer. Kiten, Schnorcheln, Tauchen, Stand up Paddling – hier ist alles möglich was an Wassersport denkbar ist.

Wie der Hauptort Le Palais liegen auch zwei andere Siedlungen von Belle-Île an der Küste. Das Dorf von Locmaria im Südwesten bestimmen eine traditionelle Kirche und ein schöner Marktplatz. Sauzon im Nordosten ist ein pittoreskes Fischerdorf. Einzig Bangor in der Mitte darf sich nicht Küstenstadt nennen.

Geschichte der Insel

Die Insel hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Ab der Steinzeit siedelten hier Menschen und hinterließen ihre Spuren. Im 17. Jahrhundert kaufte der Finanzminister Ludwig des XIV., Nicolas Fouquet, die Insel. Zwischenzeitlich gehörte Belle-Île den Engländern. Als Teil der Übergabe von Kanada an die Engländer fiel die Insel wieder an Frankreich.

Neben der nachprüfbaren Geschichte rankt sich um zwei Menhire auf Belle-Île eine Legende. In der Nähe von Runelo befinden sich die Hinkelsteine, von denen es heißt, es handelt sich dabei um zwei verzauberte Liebende. Jean und Jeanne von Runelo stammten von der Insel, er war Barde, sie eine arme Bäuerin. Die Druiden von Belle Ile wollten von der Hochzeit der beiden jedoch nichts wissen. Daher baten sie die Hexen der Insel die Liebenden in Felsen zu verwandeln.

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Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Fanny Sabatier