Mit dem Wohnmobil durch die Bretagne

Bretagne und Wohnmobil – das passt einfach zusammen, um den authentischen Nordwesten Frankreichs frei von allen Zwängen zu entdecken ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Die Reise durch die Bretagne im Wohnmobil bietet Aussichten auf  herrliche Landschaften und ein gute Infrastruktur ohne zu touristisch zu sein. Alles in allem sind Ferien im Camper ein entspannter Modus für Alleinreisende, Paare und Familien.

Anreise

Bei der Anreise aus Deutschland über die nördliche Route sind Stopps in der Normandie eine schöne Ouverture zur Tour durch die Bretagne. Auch wenn der Startpunkt in Süddeutschland, der Schweiz oder Österreich liegt, kann die Tour an der Küste des Ärmelkanals entlang führen, wenn man nicht den landschaftlich ebenso reizvollen Weg durch das Zentrum Frankreichs wählt, um dann kurz hinter der ehemaligen bretonischen Hauptstadt Nantes (gehört heute zum Départment Loire-Atlantique) die Grenze zur Bretagne zu passieren.

Die französischen Autobahnen sind mautpflichtig. Auf der Strecke über Aachen, Belgien und die Normandie schlagen etwa 35 EUR Gebühren zu Buche, auf der Anreise via Straßburg, fallen bis Rennes etwas mehr als 60 EUR Maut an. Die gute Nachricht: in der Bretagne ist die Benutzung der Autobahnen gänzlich kostenfrei und selbstverständlich auch die der Nationalstraßen.

Touren

Wer in die Bretagne fährt, will ans Meer. Obwohl die innere Bretagne mit dem waldigen Gebiet von Brocéliande oder den Monts d’Arrée touristisch unberührter ist und größere Abgeschiedenheit bereithält, ist das bei den vielen Highlights an der Küste mehr als verständlich. 

Für Entdecker bieten sich zwei Touren an. Es ist ratsam, sich vor allem beim ersten Urlaub nicht zu viel vorzunehmen, sich Zeit zu lassen und die Eindrücke wirken zu lassen. 

Die nördliche Route startet in Rennes und führt von dort an die Küste des Ärmelkanals nach Saint-Malo, Dinard, Cancale und Dinan. Weiter westlich liegt die Côte de Granit Rose mit Perros-Guirec als Herzstück. Von dort aus könnte es weiter in die Bucht von Morlaix gehen mit den Küstenorten Carantec und Roscoff. Ein nächster möglicher Halt ist Brest und der krönende Abschluß einer solchen Entdeckungstour die Halbinsel Crozon ganz im Westen.   

Crozon kann auch das Ziel einer an Südküste der bretonischen Halbinsel entlang führenden Tour sein. Die würde in Quimper beginnen, sich in Carnac fortsetzen und die Halbinsel Quiberon mitnehmen. Concarneau wäre ein lohnender Stopp ebenso wie das frühere Künstlerdorf Pont-Aven. Vor dem Wendepunkt Crozon darf ein Abstecher an die Pointe du Raz nicht fehlen. A propos Abstecher: in allen Himmelsrichtungen liegen vor dem Ufer des französischen Festlandes fantastische Inseln wie Ouessant, Île Groix oder Île de Bréhat. 

Ausgedehnte Entdeckerferien kombinieren beide Routen und führen einmal an der Küste entlang vom Nordosten in Richtung Westen und dann über Morbihan zurück in den Südosten.

In den beschriebenen Orten, die nie mehr als 2 Wohnmobilstunden voneinander entfernt liegen, gibt es immer einen freien Campingplatz oder einen offiziellen Stellplatz, auf dem es sich herrlich Zwischenstopp machen lässt.

Wo darf das Wohnmobil abgestellt sein?

Außer auf Campingplätzen dürfen Wohnmobile grundsätzlich auf Stellplätzen den Straßenmarkierungen entsprechend auf die gleiche Weise parken wie Pkw. Den Camper in öffentlichen Bereichen abzustellen, um dort zu übernachten, ist nicht gestattet. Genauso wenig wie Campingtische und -stühle auf der Straße aufzustellen. Außerhalb von Ortschaften gilt das Gleiche: Wildes Campen und Zelten ist per Gesetz verboten. Allerdings haben einige Gemeinden in der speziellen Urlaubssaison 2020 die Möglichkeiten für Wohnmobilisten erweitert, um Urlaub in der Bretagne überhaupt zu ermöglichen.

Findet man nach einem langen Tagestrip ein abgelegenes Plätzchen außer Sichtweite, ist es gestattet, dort die Nacht zu verbringen – so lange der Aufenthalt am gewählten Platz nicht gegen die Verkehrsregeln verstößt. Und: Die Naturparks sind tabu. Wer am nächsten Tag weiterzieht und dabei seinen Müll mitnimmt, macht nichts falsch. 

Apps wie Park4night helfen, einen Wohnmobilstellplatz, Parkplatz oder Rastplatz zu finden, an dem der Aufenthalt definitiv unbedenklich ist.

Reiseführer für den Urlaub mit dem Wohnmobil

Wer mit dem Wohnmobil reist, hat eine andere Sicht auf die Dinge. Camper brauchen daher spezielle Reiseführer. Einen solchen Wohnmobil-Tourguide hat der Autor Rainer Höh zusammengestellt.

Sein Reiseführer beschreibt mehr als 300 Stell- und Campingplätze in der Bretagne ausführlich. Insgesamt 8 Routen durch den Nordwesten inklusive den GPS-Daten für alle Wegpunkte erleichtern die Planung vorab und die Orientierung für einen stressfreien Urlaub. Beschreibungen von Wanderungen und Radtouren in der Bretagne sowie ein Mini-Wörterbuch mit französischen Begriffen für Camper runden den Guide ab.

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