Lambig: „Calvados“ aus der Bretagne

Lambig Bretagne

Lambig aus der Bretagne

Wie jede Region hat auch die Bretagne ihren eigenen Hochprozentigen: den Lambig. Bei der Namenswahl haben es sich die Bretonen relativ leicht gemacht. Lambig leitet sich vom französischen Wort „alambic“ ab, was so viel wie Destillationsgefäß bedeutet. Äpfel sind die Basis des Destillats, das neben Lambig auch die eher selten verwendeten Bezeichnungen „Fine Bretagne“, „gwinardant“, „odivi“ oder „lagout“ trägt.
Der Lambig wird seltener zum Aperitif getrunken und eher nach dem Essen als Digestif genossen. Auch in der Küche kommt der Brand zur Anwendung, etwa zum Flambieren von Crêpes.

Herstellung von Lambig

Zutaten und Herstellung erinnern stark an ein anderes geistiges Getränk aus dem Norden Frankreichs – den Calvados. Das kommt nicht von ungefähr, denn bis auf den Namen gibt es keinen Unterschied zwischen Lambig und Calvados. Bei der Herstellung wird aus den Äpfeln zunächst Cidre gewonnen. Anschließend sind 225 Liter des Schaumweins notwendig, um 20 Liter Lambig herzustellen. Nach drei Jahren Reifezeit in einem Eichenfass entsteht ein vergleichsweise frischer, fruchtiger Lambig. Je länger der Apfelbrand lagert, desto mehr Intensität entfaltet das „eau-de-vie“.

Lange Zeit war die Herstellung von Lambig auf den Eigenbedarf der Bauern in der Bretagne beschränkt, erst seit 1986 darf der Obstbrand auch zu kommerziellen Zwecken produziert werden. Neben den wenigen professionellen Anbietern sorgen heute mobile Destillateure im Außendienst für den größten Teil der Apfelschnaps-Produktion. Die Spezialisten tingeln von Dorf zu Dorf und brennen auf Anfrage höchstens 20 Liter Lambig, mehr ist pro Betrieb nicht erlaubt.

Wo kann man Lambig kaufen?

Die „Distillerie des Menhirs“ in Plomelin im Süden der Finistère macht einen der bekanntesten Lambig. In der Bretagne stehen die Apfelbrände in diversen Fachgeschäften, aber auch in manchem Souvenirladen. Der Alkoholgehalt dieser Brände liegt bei 40%, dieser hohe Prozentsatz der Lambigsorten macht auch den hauptsächlichen Unterschied zum milderen Apfelbrandy, dem Pommeau.




Eine Flasche Lambig von 70 cl kostet je nach Alter um die 20 bzw. 30 Euro. Online kann man sich die Spezialität zwar auf https://www.distillerie.bzh/ anschauen, leider beliefert der Hersteller nur Kunden, die einen Wohnsitz in Frankreich angeben. Wer die Spezialität bei einem deutschen Online-Shop kaufen möchte, für den ist https://www.vinizon.de/ die richtige Adresse.

 

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