Douarnenez: Malerische Häfen mit Tradition

Douarnenez Hafen Port Rosmeur

Der Hafen Port Rosmeur von Douarnenez

In der Mitte zwischen zwei absoluten Highlights an der Westküste der Finistère liegt Douarnenez. Die Stadt am Wasser muss sich nicht vor den Besuchermagneten des Cap Sizun und der Halbinsel Crozon verstecken. Immerhin darf Douarnenez auf vier Häfen stolz sein und auf die Tatsache, dass Kommissar Dupin hier bereits ermittelte.

Sehenswürdigkeiten in Douarnenez

Île Tristan
Nur wenige Meter Wasser trennen die Gezeiteninsel Île Tristan bei Flut vom Land. Bei Ebbe ist die Insel vor dem Ufer von Douarnenez gut zu Fuß zu erreichen und bietet einen schönen Blick auf das Zentrum der Stadt. Trotz ihrer relativ geringen Ausdehnung von ca. 250 mal 500 Metern beherbergt die Île Tristan eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören eine alte Sardinenfabrik, der Leuchtturm „Phare de l’Île Tristan“, die Befestigungsanlage Napoléon III., ein Botanischer Garten sowie das herrschaftliche „Maison Richepin“.

Seinen Namen trägt das Eiland vom sagenhaften Helden aus der keltischen Sage von“Tristan und Isolde“. Der Legende nach haben sich die berühmten epischen Figuren auf dieser Insel unsterblich ineinander verliebt.

Schifffahrtsmuseum Port-musée
Am Quai du Port-Rhu gibt es im Schifffahrtsmuseum alte und sehr alte Schiffe zu bestaunen. Einige schaukeln an der Ufermauer und sind begehbar, andere stehen als Ausstellungsstücke in den Hallen des Museums. Unter den Objekten befinden sich Wasserfahrzeuge aus allen Epochen und Teilen der Welt, etwa nußschalenartige Gefährte aus der Frühzeit, ein Fischfänger aus Norwegen oder ein kultisches Boot aus Taiwan. Wechselnde Ausstellungen sind dem Leben auf und mit dem Meer gewidmet.

Eine Wanderung durch Douarnenez und Umgebung

Unsere etwa zweistündige Tour entlang der Küste von Douarnenez startet vom Yachthafen Port Rhu auf dem Boulevard Charles de Gaulle. Hier bietet sich gleich ein originelles Fotomotiv – der Schiffsfriedhof“Cimetière de bateau du Port-Rhu“. Vom Hafen aus folgt der Weg dem Meeresarm entlang. Die Pont Neuf ist der nächste markante Punkt. Die Brücke überspannt das Wasser zur westlichen Seite von Douarnenez. Der östliche Teil der Stadt bietet dem Besucher mehr, daher verzichten wir für unsere Wanderung auf die Erkundung von Tréboul, unterqueren die hohe Brücke und lassen auch die wenige hundert Meter weiter befindliche Fußgängerbrücke links liegen.

Nach einigen Minuten Fußmarsch gelangt man zum Port-musée mit seinen historischen Schiffen am Kai und in den Ausstellungshallen. Das Meer ist nun nicht mehr weit, doch vor der offenen See zieht die Gezeiteninsel Île Tristan die Blicke auf sich. Bei Ebbe lässt sich die Insel trockenen Fußes erreichen, eine Rampe führt von hier aus auf den vom Wasser freigelegten Meeresgrund. Nutzen Sie die Gelegenheit auf einen Abstecher, wenn die Flut zurückgewichen ist.

Fischerei hat Tradition in Douarnenez

Douarnenez Markthalle

Markthalle in Douarnenez

Der Boulevard Jean Richepin vor der Île Tristan beschreibt nun eine lange Kurve am Meer. Vor dem Betrachter erstreckt sich die Bucht von Douarnenez mit der Halbinsel Crozon am rechten Rand, bei jedem Wetter eine spektakuläre Aussicht. Riesige blaue Tanks zeigen schließlich den Hafen von Douarnenez an. An den Behältern rechts abbiegen und dem Boulevard bis zur nächsten Kreuzung folgen. Am Ende der Straße führt der Weg auf die Markthallen von Douarnenez und die Fabrik Pointe de Penmarc’h.

Der Komplex liegt inmitten des traditionellen wirtschaftlichen Zentrums der Stadt, für seit jeher Fischfang und Fischverarbeitung eine wichtige Rolle spielten. In einer der Auktionshallen lag übrigens die Leiche einer jungen Fischerin, zumindest in Kommissar Dupins 5. Fall „Bretonische Flut„.

Die Fischkonservenfabrik Pointe de Penmarc’h beherbergt einen Verkaufsraum für Sardinen, Makrelen und Thunfisch in dekorativen Büchsen – ein ideales Mitbringsel aus Douarnenez. Über die Rue Henri Barbusse geht es weiter zum Hafen Port Rosmeur, einem weiteren Hafen für die Boote von privaten Besitzern. Reizvoll reihen sich bunte Häuschen rund um das große Hafenbecken am Quai du Grand Port und das kleinere Becken am Quai du Petit Port. Am Ende des Quai angelangt könnte der Weg durch die eigentlich unspektakuläre Innenstadt zurückführen zum Ausgangspunkt unserer Tour. Dazu am Ende der Promenade rechts in die Rue Anatole France einbiegen, die später zur Rue Duguay Trouin wird. Am Kreisverkehr am Ende der Straße ist der kurze Weg zum Port-Rhu ausgeschildert.

Wandern rund um Douarnenez

Ist die Wanderlust am Hafenbecken des Port Rosmeur erst richtig erwacht, belohnt sich der geübte Wanderer auf einer Verlängerung der Tour mit herrlichen Aussichten jenseits der Stadtgrenzen von Douarnenez. Der Weg führt auf einem Abschnitt des Wanderweges GR 34 weiter am Meer entlang über die Rue des Plomarc’h und den Wanderweg Sentier des Plomarc’h. Ziel kann hier der Strand Plage du Ris sein. An diesem bei Flut schmalen Badestrand eröffnet sich ein besonders schönes Panorama mit der Silhouette von Douarnenez zur Linken und der Halbinsel Crozon auf der rechten Seite.

 

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Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Donatienne Guillaudeau, © Yannick Derennes