Saint-Briac-sur-Mer: Fünf 5-Sterne-Strände und der Flair der Belle Époque

Saint-Briac-sur-Mer liegt direkt neben Dinard, aber keineswegs im Schatten des berühmten Badeortes. Der schönen Strände wegen und weil es hier etwas weniger trubelig zugeht als bei den Nachbarn aus Dinard, ist Saint-Briac-sur-Mer für viele Kenner mehr als eine Alternative. 

Lange spielte der Ort keine herausragende Rolle in der Geschichte der Bretagne. Saint-Briac war ein Fischerdorf wie viele an der Nordküste des heutigen Département Ille-et-Vilaine. Erst die Touristen, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Côte d’Émeraude für sich entdeckten, setzten das Dorf auf die Landkarte.

Die adligen Damen und Herren sowie reiche Bürger entdeckten die Schönheit der Gegend und begannen mit der Errichtung prachtvoller Villen. Und nicht nur auf diese Weise hinterließ die erste Generation von Touristen einen bleibenden Fußabdruck. Wie die Gemälde der großen Maler des späten 19. Jahrhunderts und Fotografien jener Zeit zeigen, war die Küste traditionell baumlos: Es waren die neuen Sommerbewohner, die ganz unterschiedliche Arten pflanzten und so der Gegend ihr heutiges Aussehen gaben.

Die Strände von Saint-Briac-sur-Mer

Plage du Bechet

Der Plage du Bechet ist der Strand, der dem Zentrum von Saint-Briac-sur-Mer am nächsten liegt. Die Nähe zur Stadt merkt man dem Strand nicht an, Sand und Wasser sind sauber. Baden lässt es sich also gut, allerdings muss man sich das kühle Nass auch mit etlichen Booten teilen, die in der Bucht ankern. Außerdem: Bei Ebbe zieht sich das Meer weit zurück. 

Plage de la Salinette

Nur durch einen schmalen Vorsprung vom Plage du Bechet getrennt ist der Plage de la Salinette. Der Strand ist wie sein nur ein Steinwurf entfernter Nachbar bewacht, bietet jedoch mehr Platz. Besonderes Flair verleihen dem Plage de la Salinette die schmucken Umziehkabinen am Rand.

Plage du Perron

Ein außergewöhnlicher und außergewöhnlich schöner Strand liegt nördlich von Saint-Briac-sur-Mer. Bei Flut rollen die sanften Wellen von zwei Seiten an den Plage du Perron. Die Gezeiteninsel Île du Perron begrenzt den spitz zulaufenden Strand. Wenn sich an einem wolkenlosen Sommertag das Wasser blau darbietet, ist das einfach nur ein malerischer Anblick.

Plage du Port Hue

Der längste Strand von Saint-Briac-sur-Mer punktet mit kostenlosem Parkplatz in unmittelbarer Nähe, Toiletten, einer kleinen Bar und Rettungsschwimmern. Zum Baden der vielleicht schönste Strand des Ortes. Sanfter Einstieg ohne Felsen und sauberes Wasser machen den Abschnitt zum Highlight für Familien mit kleinen Kindern.   

Plage de la Garde

Zwischen der Pointe La Garde Guérin und den Überresten der Befestigungsanlage Site de la Dame Jouanne liegt der kleine, feine Strand Plage de la Garde. Feinster Sand und so gut wie keine Algen machen den Besuch an diesem Strand zu einem Erlebnis der besonderen Art. Ein besonderes Erlebnis, dass man sich zur besten Reisezeit mit einigen anderen Gästen teilen muss an heißen Tagen zwischen Juni und September kann es hier recht voll werden.

Pointe La Garde-Guérin

Die Landspitze Pointe La Garde Guérin ist eine felsiger Vorsprung nördlich von Saint-Briac, der ca. 48 Meter über dem Meeresspiegel in die Höhe ragt. Vom höchsten Punkt aus reicht der Blick bis nach Cap Fréhel im Westen und nach Saint-Malo im Osten. In den zerklüfteten Klippen des Naturschutzgebietes, in dem die Pointe liegt, sind zwei bedrohte Fledermausarten heimisch: das Große Mausohr und das Große Nashorn.

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Ein Rundgang durch Saint-Briac-sur-Mer

Auch wenn die Strände von Saint-Briac die für Urlauber wohl interessanteste Attraktion sind, ist das noch nicht alles. Den Flair von Saint-Briac erlebt man besten auf einem Rundgang durch das Städtchen. Dafür empfiehlt sich unbedingt der Boulevard de La Mer, der parallel zum Meer verläuft. Zu beiden Seiten der schmalen Strasse, die so gar nicht wie ein Boulevard wirkt, stehen Häuser aus der Anfangs- und Blütezeit von Saint-Briac als Magnet für betuchte Sommerfrischler. Zwischen den Bauten aus der Belle Époque wird immer wieder der Ärmelkanal sichtbar mit den vielen auf den Wellen schaukelnden Booten. Der Blick fällt auch auf die gegenüberliegende Seite, die Gegend jenseits des Flusses Frémur, der hier in das Meer mündet.

Vom nördlichen Ende des Boulevards ist mit dem Schloss Nessay das wohl originellste Bauwerk bereits zu sehen. Das pompöse Gebäude soll in seiner Architektur an ein mittelalterliches Schloss erinnern, auch wenn es in seiner jetzigen Gestalt erst 1882 errichtet wurde. Heute beherbergt das Château du Nessay ein Hotel der gehobenen Preisklasse.

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Karte Saint-Briac-sur-Mer

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Foto: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Jacqueline Piriou