Quimper: Hauptstadt der Finistère, berühmt für Kunst, Keramik & Crêperien

Quimper

Blick auf die Kathedrale von Quimper

Quimper, die Hauptstadt der Cornouaille ist eine der größten Städte der Bretagne und die Hauptstadt der Finistère sowie der Region Cornouaille. Die alte Bischofsstadt Quimper trägt den Zusatz „Ville d’art et d’histoire„. Für Liebhaber von Kunst und Kultur sollte ein Besuch in Quimper auf dem Pflichtprogramm stehen.

Bevor es in die Museen der Stadt geht, empfiehlt sich ein Rundgang durch das facettenreiche Quimper. Von einem der Parkplätze im Zentrum, zum Beispiel dem Parking Tour d’Auvergne auf dem gleichnamigen Platz, lassen sich die verschiedenen Viertel der Stadt bummelnd erkunden.

Ein Rundgang durch Quimper

An den kostenpflichtigen Parkplatz grenzt das „Théatre de Cornouaille“, eine der renommiertesten Spielstätten der gesamten Bretagne. Steht man direkt vor dem Bau, beginnt die Tour durchs Zentrum rechterhand in der Rue Laennec. Nach wenigen Schritten kreuzt die Rue de Falkirk den Weg. Auf der anderen Straßenseite wird die Rue Laennec zu einer Fußgängerzone mit Lokalen und Geschäften.




Halten Sie sich am Ende der Straße links und gehen am nächstgelegenen kleinen Platz (auf dem regelmäßig Marktstände aufgeschlagen sind) rechts in die Rue Astor. In Sichtweite gurgelt ein Zufluss der Odet fröhlich durch Quimper und auch die Markthalle taucht auf der Bildfläche auf. Ein Abstecher durch „les halles“ lohnt sich immer, auch wenn man nichts kauft, allein wegen der sehenswerten Auslagen der Stände.

Nach dem Bummel durch die Markthalle von Quimper führen die Schritte am nordöstlichen Ende des Gebäudes nach links und nach wenigen Metern nach rechts, direkt zu auf die Kathedrale von Quimper. Ein imposanter Bau, diese Cathédrale Saint-Corentin, die dem zentralen Platz der Stadt auch den Namen gibt.

75 Meter ragen die Türme in die Höhe und beherrschen so die Silhouette des Stadtzentrums. Der Kirchenbau ist ein Mix aus verschiedenen Stilen, was vor allem daran liegt, dass zwischen Baubeginn 1239 und der Fertigstellung 1856 etliche architektonische Epochen liegen. Zahlreiche interessante Details innen wie außen machen die Kirche zu einem beliebten touristischen Anziehungspunkt.

Direkt gegenüber der Kathedrale Saint-Corentin zieht das“Musée des Beaux Arts“ Bewunderer von Malerei an. Im Museum der schönen Künste hängen vor allem Gemälde des 16. – 18. Jahrhunderts. Die moderne Kunst vertreten Künstler der Schule von Pont-Aven und der Malerdichter Max Jacob, neben dem Erfinder des Stethoskop René Laënnec der berühmteste Sohn der Stadt. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Gratis ist der Eintritt für alle, die zuvor die anderen 3 Museen von Quimper besucht haben und den Museumspass von Quimper (Kostenpunkt: 12 Euro) vorlegen können. Die anderen Museen sind das Bretonische Museum (Musée Départemental Breton), das Museum für Zeitgenössische Kunst (Centre d’Art Contemporain) und das Porzellan-Museum (Musée de la Faïence).

Crêperien am Place au Beurre

Fleißige Spaziergänger verspüren nach diesem Teil der Tour womöglich Hunger. Am Place au Beurre, unweit des nördlichen Ausganges des Place Saint Corentin, empfangen die bestbewerteten Crêperien Quimpers ihre Gäste. Leider sind Adressen wie die Crêperie Krampouzerie oder die Crêperie Place au Beurre kein echter Geheimtipp. Die hohe Qualität der Galette hat sich herumgesprochen, für manchen Feinschmecker werden hier gar die besten Crêpes der gesamten Bretagne zubereitet.

Neben dem großen Erfolg kommt hinzu, dass die Lokale in schmalen Häusern untergebracht sind und nur wenige Tische haben. Galette-Liebhaber müssen sich daher auf das Schild „Nous sommes complete“ vor der Tür gefasst machen. Alternativ bleiben die Restaurants im Stadtzentrum, etwa das „Le Finistère“ am Place Saint-Corentin oder das „Le Cariatides“ in der Rue du Guéodet.

Porzellan aus Quimper

Jedem Bretagne-Urlauber werden die blau-weißen Schüsseln mit Namenszügen an der Außenseite auffallen, die in so gut wie jedem Souvenirladen stehen. Dieses schöne Porzellan stammt aus Quimper. Die mit Blumen, Vögeln und Figuren in bretonischer Tracht verzierten Schüsseln eignen sich hervorragend für Müsli, Früchte oder Dessert. Eher ungeeignet sind die Schüsseln zum Trinken von Kaffee oder Cidre. Dafür gibt es spezielle Bolée.

Die feinsten Schüsseln dieser Art stammen aus der Manufaktur Henriot. Seit 1690 fertigen die Porzellanmacher von Henriot in Quimper dekorative Teller, Vasen, Tassen und Figuren. An der Place Bérardier im Stadtteil Locmaria, einen Steinwurf vom Porzellan-Museum entfernt, steht die Manufaktur. Die Manufaktur bietet einstündige Führungen an, Tour-Guides gibt es auch Deutsch. Im Shop steht dann all das fantastische Porzellan zum Kauf bereit, hier schon einmal ein virtueller Eindruck. Dank eines exklusiven Services nimmt der Shop auch Bestellungen für individuelle Schüsseln entgegen. Bevor man allerdings eine Schüssel mit dem eigenen Namen (oder dem eines dann sicher Überraschten) in den Händen hält, vergehen ein paar Wochen.

Das Video zeigt die schönsten Seiten der Stadt Quimper und deren Umgebung bei einem Rundgang bzw. Rundflug. Und noch ein Argument für den kurzen Film: Danach weiß man auch, wie die unfallfreie Aussprache des Wortes „Quimper“ gelingt!

 

 

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Fotos: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Yanick Le Gal

Blick mit Kathedrale: Yanick Le Gal

Odet: Yanick Le Gal