Moules frites: Ein Klassiker der französischen Küche

Moules frites Bretagne

Moules frites: Köstliche Muscheln in der Bretagne genießen

Für die Liebhaber von Spezialitäten aus dem Atlantik ist die Bretagne ein wahres Eldorado. Ungewöhnliche Fischsorten wie Rasscasse, Meeräsche und Wolfsbarsch oder Meeresfrüchte wie Jakobsmuscheln, Austern und Meeresspinnen findet man in der Bretagne auf vielen Märkten frisch in der Auslage der Fischhändler. Oder köstlich zubereitet in ausgewählten Restaurants.

Weiter verbreitet als Kreationen mit diesen Exoten der Meere ist in bretonischen Lokalen eine ebenso einfaches wie schmackhaftes Gericht: Moules frites. Miesmuscheln mit frittierten Kartoffeln gilt als Nationalgericht Belgiens und ist auch in Nordfrankreich sehr beliebt. Die Franzosen kürten Moules frites in einer Umfrage gar zu einer ihrer beliebtesten Speisen.

Moules frites zubereiten

Vielleicht sind Moules frites auch deshalb so beliebt, weil die Zutaten für Moules frites so günstig sind und das Gericht so einfach und schnell zuzubereiten ist. Das Rezept im Schnelldurchlauf: 1 kg Miesmuscheln für 2 Personen mehrmals waschen. 2 – 3 mittelgroße Zwiebeln und etwas Knoblauch schneiden und in einem großen Topf mit zerlassener Butter weich kochen. Dann Weißwein oder Brühe auf die Zwiebeln geben bis der Topf etwa zu einem Drittel mit Flüssigkeit gefüllt ist. Anschließend die Muscheln in den Topf geben und ca. 5 Minuten kochen. Die Muscheln öffnen sich während dieser Zeit und das orangefarbene Fleisch zeigt sich. Parallel die Fritten zubereiten. Fertig sind die Moules frites!




Es gibt einige Variationen für den Sud. So kann die Flüssigkeit mit verschiedenen Kräutern, etwa Petersilie, Salbei oder Thymian angereichert werden, in exotischen Varianten wird auch Curry, Kurkuma oder Kokosmilch verwendet. Üblicher hingegen ist die Zugabe von Sahne. Die Moules in einer Schüssel mit dem Sud servieren. Zu Moules frites passt am besten ein Glas trockenen Weißweins aber auch Cidre.

Wie isst man Moules frites?

Ein besonderes Ereignis ist das Verspeisen einer Schüssel Moules frites. Zwar wird zur Schüssel mit den Muscheln immer auch Besteck gereicht. Die kurze Beobachtung eines Moules frites-Essers zeigt aber, wie es praktischer und eleganter geht. Dazu braucht man einfach eine geöffnete, leere Miesmuschel. Die leere Muschel lässt sich exzellent als Zange einsetzen, um das köstliche orangefarbene Fleisch einer anderen schwarzen „Moules“ herauszulösen. Eventuell muss die volle Muschel noch etwas weiter aufgebogen werden, dann packt man das Fleisch mit dem äußeren Rand der „Zange“ und dreht es kurz, bis es sich herauslösen lässt. Auf diese Weise nimmt sich der Esser eine Muschel nach der anderen vor, bis man am Ende befriedigt auf einen Berg geöffneter Muscheln blicken kann.

Miesmuscheln kaufen

Auch in Deutschland kann man Miesmuscheln frisch kaufen. Einige große Lebensmittelmärkte und viele kleinere Fischhandlungen führen Miesmuscheln, auch online lassen sich frische Miesmuscheln bestellen. Wichtig ist, beim Kauf und nach dem Kochen verdorbene Muscheln auszusortieren. Die Gefahr einer Vergiftung bergen geöffnete oder beschädigte Muscheln, sofort auch am unangenehmen Geruch zu erkennen. Außerdem sind Miesmuscheln, die auch nach dem Kochen geschlossen bleiben, ebenfalls ungenießbar.

 

 

 

 

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Foto: Comité Régional du Tourisme de Bretagne | © Jean-Patrick Gratien

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